Als ich vom Schicksal der kleinen Hündin hörte, habe ich spontan entschieden, sie aufzunehmen.
Sie kam im Mai 2023 in die ungarische Station der Streetdogs und zeigte schon Anzeichen ihrer Erkrankung: Sie hatte Atemprobleme und leichten Husten, dazu einen etwas aufgebläht wirkenden Bauch.
Vorher wurde sie als West Highland Whte Terrier für die "Zucht" eingesetzt, wurde dann aber entsorgt, weil sie älter und damit unproduktiv und unrentabel wurde. Ein Schicksal, dass viele europäische Hündinnen teilen, wenn sie zu den aktuellen "Moderassen" gehören.
Da für umfangreiche und teure Untersuchungen die Mittel fehlten, wurde zunächst der Husten herkömmlich behandelt und ließ auch nach einiger Zeit, die Atemprobleme jedoch blieben. Im weiteren Verlauf schwoll dann ihr Bauch zunehmend an.
Für dieses Symptom gibt es viele Ursachen: Tumor, Erkrankungen von Leber oder Bauchspeicheldrüse usw., eine tierärztliche Komplettuntersuchung war also dringend erforderlich. Dies ließ sich aber nur in Deutschland durchführen und deshalb nahm ich Molly zu mir.
Als ich sie abholte, war ich sehr erschrocken: Langsame Bewegungen, schweres Atmen und sichtbare Erschöpfungserscheinungen wiesen auf eine schwere Erkrankung hin. Die umfassende tierärztliche Untersuchung sollte fünf Tage später durchgeführt werden, bis dahin sollte sich Molly bei uns wohl und gut aufgehoben fühlen.
Sie war total lieb, blieb immer in meiner Nähe und ließ sich gern ausgiebig beschmusen. Auch mit Kani, dem alten Herrn im Haus, verstand sie sich auf Anhieb.
Aufgrund ihrer Atemprobleme gingen wir keine großen Strecken, aber sie hatte freien Zugang zum Garten und konnte sich nach ihren Möglichkeiten dort aufhalten.
Futter nahm sie ebenfalls gut an und suchte auch gern im Gras nach Leckerlis. Ich war optimistisch, dass die Erkrankung bald behandelt wird und sie wieder mehr Lebensqualität bekommt.