Sind Herzwürmer beim Hund heilbar?


Ausgewachsene Herzwürmer können bis zu sieben Jahren im Körper des Hundes überleben. Bestätigen die tierärztlichen Untersuchungsergebnisse, dass ein Tier unter einer Infektion mit Herzwürmern leidet, dann besteht abhängig von der Intensität und dem Stadium der Erkrankung die Möglichkeit, das Tier antiparasitär zu behandeln.

Die sachgerechte Therapie einer bestehenden Herzwurmerkrankung ist sehr aufwendig und mit dem Risiko des Entstehens schwerwiegender Nebenwirkungen verbunden. In der Regel wird zur Bekämpfung ausgewachsener Herzwürmer zunächst über 30 Tage erst ein gegen in den Würmern vorhandene und diesen dienende Bakterien (auch als Endosymbionten bezeichnet) gerichtetes Antibiotika angewendet. Anschließend erfolgt die Behandlung mit einem gezielt gegen die ausgewachsenen Herzwürmer gerichtetes Medikament. Um die Folgen möglicher Nebenwirkungen der Behandlung zu reduzieren ist es u. a. wichtig jegliche körperliche Belastung der behandelten Tiere mindestens über drei Wochen ruhig zu stellen. Zudem ist eine Behandlung der im Blut vorhandenen Mikrofilarien erforderlich.

Wie hoch die Lebenserwartung für einen Hund ist, der von Herzwürmern befallen wurde, hängt sehr stark davon ab, in welchem Stadium ein solcher Befall bemerkt beziehungsweise behandelt wird. Liegt nur eine geringe Wurmbürde vor und bestehen noch keine Krankheitsanzeichen, dann bestehen gute Aussichten, dass sich das Tier erfolgreich behandeln lässt.

Im Falle eines starken Wurmbefalls am Herzen kann in Betracht gezogen werden, diese durch eine Operation zu entfernen. Wenn jedoch das Herz, die Blutgefäße der Lunge oder die Nieren bereits über einen längeren Zeitraum von ausgewachsenen Würmern geschädigt wurden, dann sind die Lebensaussichten für das Tier vorsichtig einzuschätzen.

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